High-speed-Sintern im Dschungel

Eine fertige Restauration in nur einer Sitzung: In Gebieten mit guter zahnmedizinischer Versorgung bedeutet das für Patienten vor allem Komfort. In den abgelegenen Siedlungen von Amazonien (Brasilien) kann moderne Dentaltechnologie hingegen geradezu essenziell sein, um viele zahnmedizinische Behandlungen in möglichst kurzer Zeit durchführen zu können. Wie beim jüngsten von Dentsply Sirona unterstützten Hilfsprojekt der brasilianischen Organisation Doutores Sem Fronteiras („Ärzte ohne Grenzen“). Dort übernahmen ehrenamtliche Zahnärzte die zahnmedizinische Versorgung der brasilianischen Ureinwohner, die oftmals weder Zugang zu Zahnbürste & Co. geschweige denn zu spezialisierten Zahnärzten haben.

CEREC & Doctors without borders: High-speed sintering in the jungle

Jeden Tag bereiste das Team der Doutores Sem Fronteiras eine andere Gemeinde, um die indigene Bevölkerung zahnmedizinisch zu behandeln. Initiator Dr. Caio Eduardo Machado, Zahnarzt aus São Paulo, führte das interdisziplinäre Team von Freiwilligen an, darunter Zahnärzte, Ärzte und Zahnmedizinstudenten. Insgesamt machte das Team bei 30 verschiedenen Völker und Gemeinden im Bundesstaat Rondônia Station. Bei rund 3.700 Behandlungen an mehr als 1.000 Patienten innerhalb von 35 Tagen kamen Geräte aus den Bereichen Endodontics, Restorative, Implants und CAD/CAM zum Einsatz.

Zahnmedizin auf höchstem Niveau

Die zahnmedizinischen Einsätze im Dschungel stellten die Helfer vor gleich mehrere Herausforderungen: Es bedurfte geeigneter Behandlungsräume, die Technik sollte Hitze und Feuchtigkeit standhalten, und eine Behandlung musste an einem Tag schnell und sicher abgeschlossen werden können. Ein mit modernsten Geräten und Materialien von Dentsply Sirona ausgestattetes Boot bewährte sich als perfekte „schwimmende Praxis“. Untersuchungen und Behandlungen konnten hier nach höchsten Qualitätsstandards – wie in einer niedergelassenen Praxis – durchgeführt werden.

CEREC bewies Robustheit und Widerstandsfähigkeit

„Die Ureinwohner von Amazonien haben kaum eine Möglichkeit, sich zahnmedizinisch behandeln zu lassen“, weiß Dr. Caio Eduardo Machado. „An unserer Expedition bewegt mich besonders, dass wir die indigene Bevölkerung auf technisch und qualitativ höchstem Niveau versorgen können. Diese Geräte verändern das Leben von Menschen und ganzen Familien.“ Den Zahnarzt begeisterte auch die Widerstandsfähigkeit der Technik. „Eine CEREC Einheit ist nicht nur technisch hochwertig, sie ist auch extrem robust. Bei unserer letzten von Dentsply Sirona geförderten Expedition zu den „Terras Indígenas“ im Jahr 2017 hat sie über 1.000 km brasilianische Landstraße überlebt und trotz der hohen Luftfeuchtigkeit tadellos funktioniert – so auch in diesem Jahr. Und die Behandlungsergebnisse waren fantastisch!“

High-speed Sintern mit 1.200 Grad im Regenwald

Auch Fabiana Schleder Ruiz, Global Marketing Managerin bei Dentsply Sirona, war beeindruckt: „Wir haben zum allerersten Mal in Amazonien eine Restauration aus Zirkonoxid hergestellt. Der CEREC SpeedFire wurde dafür über einen Generator mit Energie versorgt und erreichte mitten im Regenwald 1.200 Grad! Die so hergestellte Krone wurde direkt eingesetzt und passte perfekt.“

Ein Lächeln für die Ureinwohner Brasiliens

Die Ureinwohner von Amazonien, denen auf diese Weise wieder ein Lächeln zurückgegeben wurde, empfanden tiefe Dankbarkeit gegenüber den Helfern. Von Dr. Caio Eduardo Machado und seinem Team erhielten sie nicht nur CEREC Restaurationen, sondern auch implantologische und endodontische Behandlungen. Kinder bekamen kleine Zahnpflegesets mit Zahnbürsten und Zahncreme und erhielten Tipps zur richtigen Zahnpflege.

Valdisa, Patientin aus dem Dorf Surpresa, interessierte sich für den regulären Preis ihrer Behandlung – sie erhielt Einzelkronen an den Frontzähnen 11 und 12. „Eine solche Behandlung habe ich hier in Surpresa noch nie bekommen – ich könnte sie auch nicht bezahlen. Jetzt ist alles perfekt und ich kann lachen, soviel ich will!“

Unterstützung von zahlreichen freiwilligen Behandlern

Einzigartige Erfahrungen machten auch viele der freiwilligen Behandler beim Amazonien-Projekt, unter ihnen Dr. Luciana Sargologos, Zahnärztin aus São Paolo: „Hier ist alles anders; wir arbeiten chairside und produzieren lokal. Wir haben eine Schleifmaschine und einen Ofen dabei, weil wir die Arbeiten sofort finalisieren müssen. Den ganzen Prozess vom Anfang bis zum Ende selbst durchzuführen – und das in dieser herausfordernden Umgebung, das ist für mich neu. Ebenso das Aufeinandertreffen von Hochtechnologie und Improvisation. Was für ein Kontrast!“

Weitere Informationen zur Hilfsorganisation Doutores Sem Fronteiras sowie CEREC finden Sie über diese Links:

www.dsf.org.br

https://my.cerec.com/

Unterstützung für endodontisches Projekt

Ein Mitglied des Freiwilligenteams war auch Prof. Manoel Eduardo de Lima Machado von der Universität in Sao Paulo und Vater von Caio Machado. Als Teil des Teams seines Sohnes kümmerte er sich auf der Reise um die endodontischen Behandlungen, für die er von Dentsply Sirona mit entsprechendem Equipment wie Motoren, Feilen und Wurzelfüllungsmaterialien unterstützt wurde. Für Prof. Machado war dieser Einsatz ein Teil von „Project 32“, dessen Name die Bedeutung aller 32 Zähne widerspiegelt und von Dentsply Sirona Endodontics finanziert wird

Erfahren Sie mehr über Dentsply Sironas Projekte für Zahnerhaltung und Mundgesundheit in Amazonien: https://news.dentsplysirona.com/de/geschaeftsbereiche/cad-cam/2018/dentsply-sirona-unterstuetzte-projekte-fuer-zahnerhaltung-und-mu.html

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