DSIGN: Inspirations 2017-2018 by Dentsply Sirona – Teil 6: Blaue Akzente

DSIGN: Inspirations 2017-2018 by Dentsply Sirona – Teil 6: Blaue Akzente

Der puristische Stil liegt im Trend unserer Zeit. Man verzichtet auf Dekor, nutzt monochrome Flächen und setzt auf wenige Designklassiker anstatt üppiger Möblierung. Doch die Abwesenheit von Farbe, Ornament und Dekor alleine genügt nicht, um ein stilvolles Ambiente zu generieren. Erst eine individuelle Interpretation des minimalistischen Stils mit einer persönlichen Note macht aus „leeren“ Räumen ästhetische Statements mit Wirkung. Die Praxis „Langhammer“ in Ulm schafft das und verbindet Purismus mit Persönlichkeit. Dr. Michael Langhammer bezog seine neue Zahnarztpraxis unweit des Münsters im Ulmer Stadtzentrum 2015. Nachdem er 2008 die Praxis eines Kollegen übernommen und viele Jahre erfolgreich geführt hatte, konnte er nun 250 qm Fläche in einem komplett neu errichteten Bürogebäude ganz nach seinen Vorstellungen gestalten und einrichten.

Leben und Raum

Seine freie Zeit verbringt Dr. Langhammer am liebsten mit seiner Familie. Dazu gehören seine Frau Tamara, die sich in der Praxis um die Verwaltung und das Qualitätsmanagement kümmert, und die beiden gemeinsamen Töchter, die 6 und 8 Jahre alt sind. „Die Familie gibt einem Kraft und schafft Sinn im Leben“, fasst Dr. Langhammer zusammen. Außerdem schöpft er Energie aus seinem sportlichen Hobby. Er trainiert regelmäßig mit einem persönlichen Trainer Wing Chun, eine spezielle Form des Kung-Fu. Was für die asiatische Kampfkunst gilt, lässt sich auch auf seine Persönlichkeit und die Praxis übertragen: „In der Ruhe liegt die Kraft“. So hat seine Praxis etwas Meditatives.

Das Weiß der Wände, Decken und grifflosen Möbel ist omnipräsent strahlend. „Ich wollte eine neutrale Farbgebung, wie eine Projektionsfläche für den sich wandelnden Zeitgeist. Das wirkt zeitlos und ist nachhaltig“, sagt Dr. Langhammer. Die Wände aus gefrostetem Glas in den Behandlungsräumen sorgen für den Einfall von Tageslicht bis in die innenliegenden Korridore. Die Praxis wirkt hell, klar und rein. Ein grauer Fußboden im Betonlook aus Polyurethan gibt die nötige optische Bodenhaftung. „In einer Praxis muss der Boden schön, strapazierfähig und leicht zu reinigen sein. Die Optik und Materialeigenschaften unseres Bodenbelags haben mich überzeugt“, sagt Dr. Langhammer.

 

Hygienisch, aber strahlend

Die Hygienefähigkeit spielt bei jeder Praxiseinrichtung eine wichtige Rolle: Glatte, leicht zu reinigende Oberflächen und synthetische, robuste Materialien im Behandlungsbereich sind wichtig, um die strengen Hygieneauflagen einer Zahnarztpraxis erfüllen zu können. Wie aber kann man ein puristisches und hygienisches Interieur so gestalten, dass es nicht öde und klinisch wirkt? „Ich wollte keine Kunstobjekte inszenieren, um Leben in die Praxis zu bringen. Lebendig wirken wir als Praxisteam. Durch unser spezielles Lichtkonzept und die optisch wie akustisch ruhige Atmosphäre, fühlen sich Patienten und Mitarbeiter in unserer Praxis eher wie in einer Wellnessoase. Das wirkt sich auf unsere Arbeit ungemein positiv aus. Die Menschen entfalten ihre Wärme und Strahlkraft in einer ansonsten reduzierten Rauminszenierung besser als in einem dekorierten Ambiente“, erläutert Dr. Langhammer sein Credo.

Akzente aus Licht und Schatten

Eine Stuttgarter Innenarchitektin und Beleuchtungsspezialistin bekam den Auftrag, die Praxisgestaltung zu planen. Um ein ansprechendes Ambiente zu schaffen, hat sie ein ausgefeiltes Lichtkonzept mit Akzentfarben vorgelegt. Geschickt positionierte Nischen und Vorsprünge erzeugen im Zusammenspiel mit den Lichtquellen Schattenwirkungen, die den Wänden Leben einhauchen. Die Lichtquellen sind so angeordnet, dass sie Flächen in einem warmen Farbton öffnen und mit dem Spiel von Kern- und Halbschatten auch weißen Ebenen eine Tiefe geben. Die kubischen Reliefs und Einschnitte in den Wänden verstärken die dreidimensionale Anmutung der Flächen. Eine nach oben versetzte Lichtdecke über dem Empfangsdesk lässt die Raumhöhe des großzügigen Entrées optisch wachsen und akzentuiert dabei den ersten Anlaufpunkt für eintretende Patienten. Einen weiteren Akzent setzt das Band aus blauem LED-Licht, das die Empfangstheke am Sockel beleuchtet und ihr etwas Schwebendes

 

Mit Hightech von Mensch zu Mensch

An die technische Ausrüstung seiner Praxis stellt Dr. Langhammer einen hohen Qualitätsanspruch und verlässt sich daher auf eine Komplettausstattung mit Geräten von Dentsply Sirona. Seine Patienten werden auf Teneo Behandlungseinheiten platziert. Als früherer M1-Nutzer war es dem Zahnarzt wichtig, auf dem bewährten Behandlungskonzept aufzubauen und weiterhin mit einer Verschiebebahn arbeiten zu können. Dadurch und mit der Integration von Endodontie- und Implantologiefunktionen realisiert er einen reibungslosen, schnellen Workflow. Neben der Behandlungsleuchte LED View hat er auch das intraorale Röntgen in der Decke integriert. Außerdem setzt Dr. Langhammer einen Volumentomographen (Orthophos XG 3D) ein, um dreidimensionale Aufnahmen im Kieferbereich zu machen. Damit werden die operativen Eingriffe planbar und sicherer, da anatomisch wichtige Strukturen besser eingeschätzt werden können.

Im eigenen Praxislabor wird mit CEREC gearbeitet, um den Patienten in direkter Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker alle Arbeitsschritte aus einer Hand anbieten zu können. Für die Arbeiten im hochästhetischen Bereich vertraut er ausgesuchten Meisterlaboren, die sich auf vollkeramische Arbeiten spezialisiert haben. Dr. Langhammer hat mit der Umsetzung einer konsequent reduzierten Formen- und Farbsprache seinen persönlichen Stil zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig ein Ambiente geschaffen, das er selbst als „Spa-Atmosphäre“ beschreibt. Es sei ihm besonders wichtig, dass sich die Patienten wohlfühlten und zur Ruhe kämen. Unruhige Details und Objekte irritierten die entspannte Stimmung unnötig. Außerdem wolle er seinen Patienten eine Konstante bieten, bekannte Gesichter, ein verlässliches Team. Das Team von Dr. Langhammer arbeitet seit 30 Jahren zusammen — das spricht für sich.

Mehr Informationen zum DSIGN-Magazin finden Sie hier.