DSIGN: Inspirations 2017-2018 by Dentsply Sirona – Teil 10: Glanz und Hightech

DSIGN: Inspirations 2017-2018 by Dentsply Sirona – Teil 10: Glanz und Hightech

Die Praxis der „Zahnärzte am Augustaplatz“ ist in einem neu renovierten Bürohaus in der südlichen Baden-Badener Innenstadt untergebracht, unweit des Kongresshauses und größerer Parkanlagen. Casino, Kurhaus und Theater sind in nur knapp 10 Minuten Fußweg zu erreichen. Eine gute Lage für eine zahnärztliche Versorgung der historischen Kurstadt, deren Bevölkerung mit einem Durchschnittsalter von mehr als 46 Jahren über dem bundesweiten Mittel liegt. „Die Altersstruktur habe ich bei der Einrichtung meiner Praxis berücksichtigt“, sagt der Zahnarzt und Praxisinhaber Dr. Michael Kratschmayr. „Es sollte bequem sein, daher haben wir Stellplätze für unsere Patienten im Parkhaus nebenan. Es darf nicht zu futuristisch wirken, aber auch nicht zu verspielt und dekorativ. Ich wollte ein zeitlos elegantes, aber dezent einheitliches Ambiente schaffen.“

Wenn er seine Praxisgestaltung mit einem Attribut beschreiben müsste, würde Dr. Kratschmayr es „bodenständig schön“ nennen. Gemeinsam mit den Innenarchitekten eines professionellen Praxiseinrichters konnte Dr. Kratschmayr mit nur zwei Entwürfen seine Vorstellung von der neuen Zahnarztpraxis verwirklichen. In Abweichung zum ersten Entwurf hat er auf ein weiteres Behandlungszimmer verzichtet, um größere Räume zu erhalten und die Sinius Behandlungseinheiten optimal positionieren zu können. Nun gibt es einen genügend großen Radius um die Einheiten und damit beste Bedingungen für die Ergonomie und die Arbeitsabläufe der Behandler und Assistentinnen. Außerdem kommen die formschönen Behandlungseinheiten als Mittelpunkt des Raumes sehr gut zur Geltung

Akzente mit Algen

Das Raumkonzept in der Praxis am Augustaplatz überzeugt durch Klarheit und Transparenz: helle Wände, Glas, Holzdekor und Sichtbetonboden. Die Beleuchtung ist wie eine sprichwörtliche Lichtquelle inszeniert: Warmlicht dringt aus kreisrunden Öffnungen in der Decke. In Kombination mit den Wandfarben Weiß und diversen nuancierten Abtönfarben wie Elfenbein und Beige ergibt das eine warme und freundliche Wirkung. Der lange geschwungene Korridor ist innenliegend vollständig verglast, so dass er Tageslicht von den Fenstern und den Räumen erhält. Um trotz großer Transparenz die nötige Diskretion zu wahren, hat Dr. Kratschmayr die Glaswände und -türen mit blickdichten Elementen versehen. Mit ihnen führt er unter anderem das Algenmuster fort, das er als plastisches, strukturierendes Dekor auf den Wänden hat anbringen lassen: „Wir haben hohe Decken und lange Wände in unserer Praxis.

Wir sind zwar eine große Praxis, aber den Charakter einer Klinik wollte ich unbedingt vermeiden. Daher lockern wir die hellgrundige Atmosphäre mit einem dezenten Wandmuster auf. Es ist rein dekorativ, aber wir nutzen es auch, um zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit ein paar Weihnachtskugeln daran aufzuhängen.“ Neben den saisonal wechselnden Dekorationselementen setzt Dr. Kratschmayr wirkungsvolle Farbakzente mit der Kleidung seines Praxisteams.

Eher Werkstatt als Kunstmuseum

Die technische Ausstattung seiner Praxis hat Dr. Kratschmayr komplett auf der Internationalen Dentalschau in Köln gekauft. Als Anbieter einer ganzheitlichen High-End- Zahnmedizin war ihm eine Top-Ausstattung wichtig. Daher hat er sich auch für die Behandlungseinheit Sinius entschieden. Mit ihrer schlanken Silhouette passt sie hervorragend in das elegante Praxisambiente. Dr. Kratschmayr findet auch, dass man Technik in einer Zahnarztpraxis ruhig sehen darf, wenn sie ästhetisch gestaltet ist: „Warum sollte man das nicht zeigen? Technik von hoher Qualität und überzeugendem Design strahlt Sicherheit aus und vermittelt dem Patienten Vertrauen. Bei uns unterstützt Ästhetik die Funktion und nicht umgekehrt. Wir sind ja auch kein Kunstmuseum, sondern eher eine Werkstatt.“ Allerdings legt Dr. Kratschmayr besonderen Wert darauf, dass unnötige Details der Geräte unsichtbar bleiben. Wo möglich werden Kabel versteckt und Wandgeräte eingesetzt. Passend zu diesem eher puristischen Ansatz ist die Praxis komplett mit iMac-Desktop-Lösungen ausgestattet. Damit sich die Patienten in der Praxis am Augustaplatz rundum wohl und sicher fühlen können, hat Dr. Kratschmayr ein paar wichtige Prinzipien befolgt. Die Balance zwischen Transparenz und Intimität stellte er durch helle Farben, viel Glas und einen entsprechend blickdichten Schutz her. Diskretion wird vor allem auch im Warte- und Empfangsbereich groß geschrieben. Eine Schallschutzdecke sorgt dafür, dass keine Geräusche und Gespräche aus den Zimmern zu hören sind. Die sorgfältig ausgesuchte Hintergrundmusik wirkt außerdem entspannend auf die Patienten. „Insbesondere ängstliche Patienten im Wartezimmer sollen sich nicht durch Geräusche aus den Behandlungszimmern beunruhigen. Dafür habe ich die Tür des Wartezimmers auf den Bauplänen extra noch einmal verlegen lassen“, sagt Dr. Kratschmayr.

„In meiner Praxis darf auch keine Hektik gezeigt werden. Das erzeugt nur unnötigen Stress beim Team und bei den Patienten.“ Das Material wird in der Zahnarztpraxis am Augustaplatz zentral gelagert, so dass kaum etwas in den Behandlungszimmern aufbewahrt wird und zu sehen ist. Sollte während eines Eingriffs doch etwas fehlen, kann es im zentralen Lager geholt werden. Unangenehme Störungen des Praxispersonals während einer Behandlung können damit weitestgehend verhindert werden. „Bei uns arbeiten alle im Sinne des Open-Source-Gedankens am gleichen Projekt. Jeder muss wissen, was zu tun ist und wo er seine Arbeitsmittel findet, ohne den Kollegen behelligen zu müssen. Unser Ziel ist der zufriedene Patient. Das schaffen wir nicht zuletzt durch eine optimierte Struktur und unsere gute Arbeitsatmosphäre in einem schönen Ambiente.“

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